051 – Ankathie Koi

Ankathie Koi, (c) Wolfgang Bohusch

Mit extravaganten Outfits, Vokuhila und unwiderstehlich gutem 80er Sound mischt die aus Bayern stammende Künstlerin Kathrin Isabella Winklbauer als Ankathie Koi die Popwelt auf. Ankathie studierte Jazzgesang in Linz bevor sie sich dem Elektropop verschrieb. Seit 2009 lebt sie in Wien und hat am 13.09. mit „Prominent Libido“ ihr zweites Album veröffentlicht.
Neben ihrem typischen 80er Synthie-Sound macht Ankathie auf „Prominent Libido“ auch wilde Ausflüge in die nächsten Jahrzehnte. Während sich das letzte Album „I Hate The Way You Chew“ (2017) perfekt als treibender Tanzfilm-Soundtrack eignete, mischt sich nun auch eine Alternative-Pop-Attitude aus den 90s dazu. Neunziger-Techno-Größe Patrick Pulsinger produzierte wie schon beim Vorgänger auch mehrere Titel auf „Prominent Libido“. Zwischendurch channelt Ankathie Koi auch noch das hymnische Power-Pop-Feeling der Jahrtausendwende. Obwohl die 80er musikalisch und visuell viel hergeben: Ankathie Koi lässt sich eben nicht darauf reduzieren.

Auf der Platte spielt sie aber nicht nur mit Stilen sondern auch mit weiblichen Klischees. Sie kann die Tanzmaus, die feine Lady und den männermordenden Vamp, und doch geht es ihr nie darum, von einem Geschlechterstereotyp ins nächste zu wechseln. Auch Männer können hier Schwestern sein, zwei davon stehen Ankathie Koi bei ihren Live-Exzessen zur Seite. Scharfzüngig und unverschämt cool.

 

 

DIE LISTE 

Die traurigsten Lieblingssongs von Ankathie Koi

Elliott Smith - Angeles
Warum sterben die Besten immer so früh?
Angeles ist mein allerliebster Travel - Song…den hab ich viel auf Reisen gehört, und gerne dazu mein trauriges "melancholischer-Blick-aus-dem-Zugfenster“ Face aufgesetzt. So schön traurig.

Radiohead - High & Dry
Wohl einer dieser populären traurigen Songs auf den sich vermutlich mehrere Generationen einigen können.

Fleetwood Mac - Storms
Stevie Nick’s Stimme bei „Storms“ ist so unfassbar nahe und ehrlich, zerbrechlich und rauh…seufz.

The Smiths - Please, please, please, let me get what I want
Morrissey’s feines Timbre ist an schöner Melancholie kaum zu übertreffen…
„So, for once in my life, let me get what I want, Lord knows it would be the first time.“ Kann irgendwas trauriger sein, als dieser Satz?

Irma Thomas - Anyone who knows what Love is
Unfassbar trauriger Song. Die Lyrics haben mich immer ganz fertig gemacht, aus allen erdenklichen Gründen.
Liebe bis zur Schmerzgrenze und wieder zurück. Irma Thomas singt davon wie es sich anfühlt, jemanden bedingungslos zu lieben, trotz aller Erniedrigungen in der Beziehung und auf die Gefahr hin, sich komplett selbst aufzugeben…das muss sehr hart sein.

Queen - These are the days of our lives 
Zu dem Zeitpunkt des Videodrehs für den Song war Freddy schon so krank, dass er eigtl. kaum mehr stehen konnte und er hielt sich unter Schmerzen mit Opiaten und Whisky aufrecht. Es war aber sein ausdrücklicher Wunsch, diesen Song und das zugehörige Video fertigzustellen um es als letztes Geschenk der Nachwelt zu hinterlassen.

Bon Iver - Re: Stacks 
Ich höre immer diese Einsamkeit und dieses temporäre „Lost“ sein heraus.
Als Justin Vernon diesen Song geschrieben hat war er ja laut eigenen Aussagen einer Phase, in der grad viel schief gelaufen ist und er sich sehr zurückgezogen hat und sehr einsam war. Das hört man so stark, zum heulen schöntraurig...

Jeff Buckley - Lover, you should have come over 
Mein Liebeskummer Song…Zu diesem Lied hab ich so viel geweint. Die Menge an Tränen hätte gereicht um einen ganzen Swimmingpool zu füllen.

Herbert Grönemeyer - Mensch
Dieser Song besitzt beides. Wohlige Wärme und grenzenlose Trauer. Ich weiß nicht warum, aber das geht da irgendwie. &

Eva Cassidy - Time is a healer
Den Song hab ich in Dauerschleife gehört nachdem mein geliebter Großvater relativ früh gestorben ist…das war sehr schlimm für mich. Cassidys Stimme konnte damals ein wenig heilen….