110 – Dodie

Dodie_Credit Parri Thomas

“I'm dodie! I have emotions! I write songs about those emotions!” – so stellt sich Dorothy Miranda Clark, oder dodie, treffend auf ihrer Facebookseite vor. Dodie ist Musikerin, Autorin, Youtube Star und Botschafterin der Wohltätigkeitsorganisation Unreal, die versucht, das Bewusstsein für Depersonalisation und Derealisationsstörungen zu schärfen – eine Krankheit, unter der sie selbst leidet.

Am 07.05. erschien ihr Debütalbum „Build A Problem“, dessen Songs in den letzten zwei Jahren entstanden sind. "I think I was going through a crisis actually," sagt sie jetzt. "I was very unsure of who I was and I was trying to figure it out in music. So I think it’s quite unstable of an album - but it’s definitely honest." 

Ehrlich und zerbrechlich fühlt sich dieses Album an. Dodie flüstert mehr, als dass sie singt. Teils verspielt instrumentiert erinnern die Songs an Feist oder Billie Marten, brechen an den richtigen Stellen aber mit cineastischen Streichern aus und entwickeln eine Größe, die man erstmal nicht vermuten würde.

"Build a problem" ist eine Zeile aus einem der vielen herausragenden Songs auf der Platte - "Hate Myself". Die Suche nach einem passenden Titel war eine kleine Herausforderung, hatte sie doch bereits ihre vorherige EP „Human“ genannt und die Songs, die sie für das Album schrieb, leiten wirklich auf die gleiche Idee hinaus; das fehlerhafte, emotional unberechenbare, wundersam komplexe Rätsel, das das Leben ist - und Human war schon genommen. Aber die Zeile „Build a problem“ schien sich zu einem ähnlichen Konzept zu fügen; die Momente und Handlungen im Leben, die in uns allen Probleme aufbauen, von denen wir nicht einmal wissen, dass wir sie haben, bis wir zurückblicken und sagen: "Ohhhh, daher kommt das." dodie, deren Vergangenheit immer noch ihre Gegenwart und ihre Zukunft infiltriert, erforscht all dies und mehr auf ihrem musikalisch ambitionierten und verträumt intimen Album mit dem Namen - wie sonst? - Build A Problem. 

DIE LISTE 

Die traurigsten Lieblingssongs von Dodie.

 

Gustav Holst - The Planets, Op.32 II. Venus

So bittersweet. This song always makes me think of a lost home.

Andy Shauf - Martha Sways

The clustered strings that burst into a solid chord break me every time. So slow, but you feel every second.

Adam Melchor - It’s Just My Heart

such a perfect perfect song and I love the lofi-ness of the voice memo. Feels like a diary entry

Ethan Gruska - The Egotist

God this song is perfect - I love a song looking at other people

Tom Odell - Sense

A song to accompany many a depressive episode

Wallis Bird - River Of Paper

I love the door slam at the end. Something so real and raw about this song.

Bon Iver - Woods

beautiful but haunting. Sounds like a big cry.

Sylvan Esso - Slack Jaw

SO SIMPLE. I love a drone - especially a super tiny one.

Olivia Dean - Out

Olivia’s voice is incredible and this feels like a classic

Sammy Copley - Good Lie

Sammy does this beautiful thing of weaving  recordings of moments into his songs. This one has anger underlying the whole thing but is perfectly bittersweet.